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Biografie

Phillippe Fretz, geboren 1969, lebt und arbeitet in Genf. Diplom 1992 der «École supérieure d’arts visuels ESAV» Genf, im Atelier von Claude Sandoz, gleichzeitig mit dem Prix Stravinsky. In den Jahren 1996 bis 1999 lebt und arbeitet der Künstler in Marseille; während dieser Zeit wird ihm dreimal das Kiefer-Hablitzel-Stipendium zugesprochen. Danach hält er sich zwei Jahre in den Vereinigten Staaten auf, wo er malt und an der Waring School in Boston unterrichtet. Er ist Preisträger des Stipendiums Alice Bailly 2002; gleichzeitig wird ihm von der Stadt Genf während zwei Jahren ein Atelier im «Maison des arts du Grüttli» zugesprochen. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er im Künstlerverlag «art&fiction» mit und präsidiert die «Fédération des artistes de Kugler» seit 2009.

 

Einzelausstellungen (Auswahl)
2008 «SJCFDDAPDMP», Galerie Athanor, Marseille, F
2007 «Comme un lieu», Art en île, Genève
2005 «Rivages», Ancienne Abbatiale, Bellelay
2001 «Quelques joies dans le désordre», Galerie ESF, Lausanne
2001 «Die 7 Freuden des Malers», Konsumbäckerei, Soleure


Ausstellungsbeteiligungen(Auswahl)
2010 avec Jérôme Stettler et Eric Winarto, Espace culturel, Assens
2009 avec Stéphane Fretz, Le Cube, Estavayer-le-lac
2008 «I-diocy», Nachtgalerie, Zurich
2007 «Beautiful», Espace Arlaud, Lausanne
2007 «Grandes tailles», Galerie de l’Hôtel-de-Ville, Yverdon-les-Bains
2007, 05, 02, 00, 97, 96 «Jahresausstellung», Aargauer Kunsthaus, Aarau
2005 «Paysage avec Don Quichotte», Le Manoir de la Ville, Martigny

 


 

Philippe Fretz – 360°: Artistes, artisans et castors
Ausstellung 5.September bis 3.Oktober 2010

                   
Die Kunstschule liess ihn gewähren und bis heute ist Fretz ein figurativer Maler. Seine Landschaftsmalerei ist Tiefensicht des  Mysteriums von Raum und Zeit. Er sieht sich in der mimetischen Tradition der Antike (Plato, Aristoteles), die in der Renaissance fortgesetzt wurde (Leonardo, «Trattato della pittura») und bis heute diskutiert (Paul Feyerabend: «Farewell to reason») und kommentiert (René Girard: «toute violence est mimétique») wird. Fretz sagt, dass er ein Kunstmaler ist, «qui se plaît à l’idée d’un co-héritage, celui des anciens avec les contemporains, celui de Giotto, avec Neo Rauch».


Der Künstler ist zum meditativen Einzelgänger prädestiniert. Der Standort seines Ateliers in der alten Fabrik Kugler im Zentrum von Genf, im Dreieck, wo Arve und Rhone zusammenfliessen, hat jedoch den Kontext seiner Arbeit radikal verändert. 150 Künstlerinnen und Künstler schaffen dort seit 1998 eine Form des Reichtums, den Genf sonst nicht kennt. Gleichzeitig beabsichtigen akademische Kreise nationaler Statur aus der Industriebrache ein neurowissenschaftliches Zentrum zu machen. Fretz gehört – fast etwas zur eigenen Verwunderung – zu den Wortführern der Kreativen, die als Gegengewicht zur universitären Wissenschaft das klassizistische Gebäude als Ort niederschwelliger kultureller Interaktion erhalten wollen, Biber (mitten in Genf) eingeschlossen.

 

Als Grundlage und Legitimation hat der Künstler in zweijähriger Arbeit 8 grossformatige Bilder geschaffen, die das Panorama dieser märchenhaften Oase wiedergeben, als Jamboree aus Menschen und Bauten. Unsere Ausstellung hat das Privileg, diese Werke zusammenhängend vorstellen zu dürfen. Ein Ereignis.     

     
Beat Selz   
      

 

 
   
 
     
 
   
  Philippe Fretz
   
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